Freitag, 26. September 2014

Rundreise über die Peninsular Malaysia, Singapur und Rückflug

In den letzten zwei Wochen unserer Reise haben wir eine zügige Rundreise durch Malaysia gemacht, also über die Peninsular Malaysia. Gestartet sind wir in Melaka, einer hübschen Stadt an der Westküste. Das Stadtbild ist geprägt durch den Fluss, der mittendurch führt und die aus der Kolonialzeit übrig gebliebenen, niederländischen Bauten. Außerdem gibt es, wie in vielen größeren Städten ein chinesisches Viertel, Chinatown. Hier findet jeden Abend ein großer und belebter Nachtmarkt statt. Es gibt viele Stände die Essen anbieten aber auch Bekleidung, Souvenirs und Handarbeiten.


Fluss in Melaka

Die betont lässige Dorfjugend
mit ihrem Hello-Kitty-Mobil

Eingang zum Nachtmarkt

Mit dem Bus ging es weiter nach Kuala Lumpur, Malaysias Hauptstadt. Wir haben die Petronas Twintower besucht, allerdings konnten wir nicht auf die "Skybridge" die beide Türme verbindet, weil die Tickets für den Tag schon ausverkauft waren. Auch hier haben wir wieder in Chinatown gewohnt, wo ein großer Markt aufgebaut war. Hier konnte man hauptsächlich (zum Teil sehr gut gefälschte) Handtaschen, Schuhe und Klamotten kaufen. Da stand dann fünf mal die gleiche Handtasche auf dem Tisch, aber jede mit einem anderen Markenaufdruck.


Auf jeden Fall wissen wir jetzt,
wie die malayische Flagge aussieht

Petronas Twintower

Nicht weit entfernt von KL, im Landesinneren, ist der Taman Negara National Park. Ähnlich wie auf Borneo gibt es wieder jede Menge Dschungel, einen Treetopwalk und viele Möglichkeiten zum Wandern. Tiere haben wir kaum gesehen, weil wir keine geführte Tour mitgemacht haben. Wahrscheinlich sind wir an irgendwelchen Schlangen, Spinnen, Skorpionen und sonstigen kleineren Tieren vorbeigelaufen ohne sie zu bemerken. Es gibt hier auch Tiger und Elefanten, aber die wären uns wohl aufgefallen, wenn sie in der Nähe gewesen wären ;)


Treetopwalk



Unser Hostel war in dem kleinen Ort Kuala Tahan, der direkt auf der gegenüberliegenden Flussseite des Parkeingangs liegt. Auf dem Fluss schwimmen mehrere "Floating Restaurants". In einem davon wurden diese riesigen Eis-Shakes serviert :) 
Ich glaube es war ein
Mango-Shake ;) 

Kuala Tahan mit floating Restaurants

Danach wollten wir eigentlich mit dem Zug weiter fahren ganz in den Norden des Landes. Wir kamen mittags am Bahnhof an und man sagte uns, der nächste Zug würde um vier fahren. Also haben wir Tickets gekauft und gedacht wir gehen in der Zwischenzeit in Ruhe was essen und nehmen dann den Zug. Beim Essen haben wir dann festgestellt, dass auf dem Zugticket 4:20 am und nicht pm steht und das Datum vom nächsten Tag.... Also haben wir uns doch ein Hotel in Jerantut gesucht, ein wenig geschlafen und waren pünktlich nachts um vier am Bahnhof. Der Zug leider nicht... Nachdem man uns gesehen hatte, wurden die Ansagen auf dem Bahnsteig sogar auf Englisch wiederholt und sagten uns, dass der Zug drei Stunden Verspätung hat. Da wir ja den Hotelschlüssel schon abgegeben hatten und uns nicht sicher waren, wie zuverlässig diese Angabe war, sind wir am Bahnhof geblieben. Gegen 5:30Uhr kam dann auch ein Zug, der unser Ziel hatte, aber da durften wir nicht einsteigen, weil das nicht unser Zug war, für den wir ja Sitzplätze gebucht hatten. Wir haben nicht rausgefunden, wie man diese Züge unterscheidet, denn es gab keine Beschriftung am Zug und keine Anzeigetafel am Bahnhof, aber das Zugpersonal sprach wider erwarten Englisch und wir konnten uns durchfragen. Um kurz nach sieben kam dann tatsächlich unser Zug und hat uns nach Kota Bharu gebracht. Falls ich mich mal wieder über die deutsche Bahn beschweren sollte, erinnert mich bitte an diese Zugfahrt ;)

Die Stadt Kota Bharu ist bekannt für ihren großen Markt am Vormittag und die typischen malayischen Performances, die im Kulturzentrum aufgeführt werden. Wir haben Tänzer und Musiker gesehen und Kreiselspieler, die 4kg schwere Kreisel mit einer Schnur antreiben, die sich dann zwei Stunden lang drehen. Eine Trommelgruppe hat die Zuschauer eingeladen mitzuspielen und Heiko hat dann mitgetrommelt :) 


Trommelspieler in Kota Bharu



Kota Bharu von oben

"Central Market"




Zurück Richtung Singapur ging es die Ostküste runter, mit zweitägigem Zwischenstopp in Cherating. Hier haben wir ein letztes mal am Strand entspannt und eine Bootstour auf einem Fluss durch Mangrovenwälder mitgemacht. Vom Boot aus haben wir viele Tiere sehen können, unter anderem viele in den Bäumen schlafende Schlangen. Alle waren schwarz mit gelben Streifen. Die hatten wir bis jetzt noch nicht gesehen. Auch den bunten Kingfischer und eine seltenere Affenart konnten wir vom Boot aus beobachten. 


Kingfisher

schlafende Schlange





Strand von Cherating bei Ebbe

Als es dunkel war, sind wir mit dem gleichen Bootsführer nochmal auf den Fluss gefahren um Glühwürmchen zu sehen. Das sah schon schön aus, wie die vielen Glühwürmchen um das Boot herum geflogen sind und sich, wie die Sterne, auf der stillen Wasseroberfläche gespiegelt haben. Fotos konnte man davon leider keine brauchbaren machen.


Am nächsten Tag ging es mit dem Nachtbus nach Singapur. Wir sind dann um fünf Uhr morgens in Singapur angekommen und hatten natürlich, wie immer, keinen Schlafplatz vorgebucht. Viele der Hotel- und Hostelrezeptionen sind 24 Stunden besetzt, deshalb ist das eigentlich kein Problem, aber die waren alle ausgebucht... Im Endeffekt durften wir dann im Gemeinschaftsraum eines Hostels noch ein paar Stunden auf der Couch schlafen und sogar frühstücken und duschen, obwohl wir noch gar kein Zimmer hatten. Mittags um eins konnten wir dann eins der Zimmer beziehen. In diesem Hostel haben wir vor drei Monaten schon gewohnt. Am nächsten morgen ging unser Flug Richtung Heimat, aber der Zoo stand ja noch auf unserem Plan. Wir sind zur Nachtsafari zum Zoo gefahren und haben erstmal die Rundfahrt mit der Tram gemacht. Der Zoo ist wirklich toll angelegt. Man sieht keine Zäune und die ungefährlicheren Tiere laufen einfach auf dem Weg der Trambahn herum und kommen so nah, dass man sie anfassen könnte. Danach haben wir uns erst die kurze Show der Feuerspucker im Eingangsbereich angeschaut.


Show im Zoo

Gegen Ende der Show fing es an zu regnen und zu gewittern und wie das bei einem richtigen tropischen Regen halt so ist, fängt es ohne Vorwarnung an zu schütten wie aus Eimern. Die Tiershow wurde leider abgesagt, aber der Regen wurde schnell wieder weniger und wir sind noch ein bisschen zu Fuß herumgelaufen. Wir sind bis zum überdachten Unterstand am Tigergehege gekommen, dann ging es wieder los. Auf der einen Seite der Glasscheibe saßen wir fest mit noch drei anderen, auf der anderen Seite der Glasscheibe hat sich der Tiger untergestellt, so hatten wir wenigstens interessante Gesellschaft beim warten. Aber es wurde einfach nicht weniger und wir mussten den letzten Bus kriegen, also blieb uns nichts anderes übrig, als durch den Regen zu laufen und es hat auch etwa fünf Sekunden gedauert, bis wir klatschnass waren. Aber es war ja nicht kalt dabei, also war's nicht so tragisch.


Regen....

Am nächsten morgen ging es zum Flughafen um von Singapur nach Dubai und von Dubai nach Düsseldorf zu fliegen. Der erste Flug verlief sehr ruhig, entgegen der Vorwarnung des Piloten. Jetzt sitzen wir gerade im Flugzeug nach Düsseldorf. Es ist nicht gerade beruhigend, wenn in der Kopfzeile des Entertainmentsystems die aktuellen Nachrichten durchlaufen und man sich irgendwo im Luftraum zwischen Bagdad und Teheran befindet. Aber auf dem Bildschirm mit unserer Flugroute sieht man, dass wir einen weiten Schlenker fliegen um den Luftraum über dem Irak zu umgehen.
Hochladen werde ich den Blogeintrag wohl erst von Zuhause aus und dann ist unsere Reise leider zu Ende. Aber ich freu mich Familie und Freunde wiederzusehen. Außerdem freu ich mich auf das Essen. Zum Frühstück im Hotel oder Hostel gab es oft genug ungetoastetes Toastbrot mit Marmelade und ansonsten viel Reis und keine Milchprodukte... Ich hab mich noch nie so auf Schwarzbrot und Käse gefreut ;)
In den verschiedenen Ländern haben wir ganz unterschiedliche Eindrücke gesammelt: Als erstes Neuseeland, dass zwar am weitesten weg,  aber von der Kultur sehr vertraut ist und mit seiner atemberaubenden Natur und der Freundlichkeit und Offenheit der Bewohner beeindruckt. Danach Singapur, dass sehr sauber und organisiert ist und wo viele Kulturen auf engstem Raum zusammenleben, ohne dass das zu Problemen führt. Der größte Kulturschock war sicherlich Indonesien: Alles ist irgendwie chaotisch und jeder macht sein eigenes kleines Ding. Korruption ist ein großes Problem und nirgends sind die Preise fix. Ob man etwas kauft oder ein Zimmer bucht, je kleiner das Business ist, desto mehr muss man den Preis herunterhandeln. Aber gerade das macht das Land auch so interessant. Malaysia ist da schon wesentlich weiter. Es ist sauberer und geordneter. Es gibt z.B. Busfahrpläne, die eingehalten werden. Die werden zwar selten irgendwo aufgehängt, aber das ganze folgt einem System, dass viele Leute durchblicken, die man fragen kann. Auch die Preise sind für alle gleich und werden nicht vom Fahrer oder Ticketverkäufer erfunden, wenn man in sein Blickfeld tritt. Sogar unser kurzes Zwangsfasten in Brunei während des Ramadan-Monats war eine Erfahrung wert. Auf jeden Fall weiß man nach so einer Reise zu schätzen, wie gut es uns in Deutschland geht :)  
Wir haben in den letzten sechs Monaten unglaublich viel erlebt und sind um so viele Erfahrungen reicher (und um viele Gigabyte an Fotos und Videos), aber was so eine Reise außergewöhnlich macht, sind die Menschen, die man trifft. Eines der schönsten Gerüchte über Deutschland, dass wir gehört haben war: "In Deutschland ist den ganzen Oktober das Bier umsonst, deshalb trinken die Deutschen in dem Monat nur Bier und keiner arbeitet." ^^ Was man mit unserem Land sonst in Verbindung bringt, sind gute Autos, erfolgreicher Fußball und in seltenen Fällen noch der "Black Forest Cake" ;)
Da das vorerst der letzte Blogeintrag war, verabschiede ich mich an dieser Stelle. Ich habe mich über jeden der Kommentare sehr gefreut und auch über die vielen stillen Mitleser, die es laut der Besucherstatistik gibt :) Es hat mir viel Spaß gemacht euch auf diesem Weg auf dem Laufenden zu halten!
Bis bald,
eure Becki :)

Freitag, 12. September 2014

Karimunjawa Inseln und jede Menge Kultur

Unser nächstes Ausflugsziel waren die Karimunjawa Inseln im Norden von Java. Von Semarang ging es nach Jepara um von dort mit der Fähre auf die Inselgruppe überzusetzen. Wer nach Luxushotels und Beachresorts sucht und auch im Urlaub nicht auf sein Wienerschnitzel mit Pommes verzichten will, ist hier definitiv falsch: Es gibt wenige Hotels, einige Homestays und ein paar Restaurants die ausschließlich lokale Spezialitäten anbieten. Die meisten Touristen hier sind Einheimische oder aus den Nachbarländern angereist. Strom wird auf dieser Insel mit einem Generator erzeugt, der um 17:30 Uhr eingeschaltet wird und bis zum Sonnenaufgang läuft, mit regelmäßig auftretenden, kurzen Unterbrechungen. Strom, Internet und Klimaanlage gibt es also nur Abends. Ansonsten gibt es hier weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und eine traumhafte Unterwasserwelt :).
Angekommen sind wir auf der größeren Hauptinsel des Archipels von wo aus man die zum Teil unbewohnten, kleineren Nachbarinseln besuchen kann. Wir haben vier Tage auf dieser wunderschönen Insel verbracht.
Einen Tag haben wir einen Roller ausgeliehen um die Insel zu erkunden. An unserem Hotel haben wir den Roller übernommen, natürlich mit leerem Tank. Also haben wir erstmal versucht zu tanken, aber im ganzen Ort war das Benzin ausverkauft und man sagte uns, dass eventuell am Nachmittag neues gebracht würde. Wir haben in den Tank geschaut und es war noch Benzin zu sehen, also sind wir erstmal losgefahren und haben später nochmal geschaut, ob es weniger wird. An einem einsamen Haus an der Straße haben wir dann doch noch den typischen Holzaufbau mit benzingefüllten Glasflaschen gefunden. Diesmal waren es keine Vodkaflaschen sondern Spriteflaschen in die das Benzin gefüllt war. Wir haben die letzen drei Flaschen gekauft und der "Tankwart" hat unseren Roller betankt: In der rechten Hand die alte Sprite-Flasche, mit der linken Hand hält er lässig die glühende Zigarette und schraubt auch den Tankdeckel auf. 
Hier mal ein paar Bilder von der Insel zum neidisch werden ;)


Blick von der Terrasse
des "Cafe Amore"

Am Strand konnte man
Trink-Kokusnüsse kaufen

30°C, weißer Sand, Schatten spendende Bäume
und türkises Wasser... Was will man mehr?

Am letzen Tag haben wir eine Schnorcheltour mitgemacht. So bunte Korallen und so viele Fische haben wir nicht mal auf den Gilli-Inseln gesehen. Leider war der Akku meiner kleinen Kamera leer und ich habe das Ladegerät in Deutschland vergessen, sodass wir schon befürchtet hatten, keine Fotos machen zu können. Aber der Touranbieter hat eine große Kamera mit Unterwassergehäuse dabei gehabt und tolle Fotos gemacht!

Am ersten Schnorchel-Spot



Die Tour dauerte den ganzen Tag und wir haben mehrere Spots angefahren um dort zu schnorcheln. Am Mittag haben wir auf einer fast unbewohnten Insel Pause gemacht. Die Tourbegleiter haben Fische über dem Feuer gebraten und hatten Reis und Wassermelonen dabei. Gegessen wurde natürlich mit den Fingern.

Mittagessen

Um die muslimische Kleiderordnung nicht zu vernachlässigen sind einige der Frauen mit Kopftuch und Ganzkörperbadeanzug ins Wasser gegangen. Viele Asiaten können übrigens nicht schwimmen und gehen dann mit Schwimmweste schnorcheln ^^.

Weiter ging unsere Reise auf dem Festland nach Jogyakarta, von allen nur "Jogya" genannt. Hier gibt es viel indonesische Kultur zu erleben und so haben wir z.B. eine Batik-Galerie besucht, wo man die auf Stoff gemalten Bilder kaufen oder bei der Herstellung zuschauen konnte.

Malerin in einer Batik Galerie

Wir haben auch ein traditionelles Schattentheater besucht, "wayang kulit" genannt. Man kann auf beiden Seiten der Stoffwand zuschauen: Auf der einen Seite spielt das Gamelanorchester und man sieht den Mann, der die Figuren bewegt.


Von der anderen Seite sieht es so aus:


Die Figuren werden aus hartem Büffelleder gefertigt, wie hier zu sehen ist:

Herstellung der "Wayang kulit" - Figuren

Außerdem haben wir bei einer Tanzaufführung zugeschaut:

traditioneller Tanz

Im Hintergrund
das Gamelanorchester

Wir haben auch wieder einen Vogelmarkt besucht. Dieser war etwas größer als der in Malang: Es gab noch mehr Käfige mit bunten Vögeln und anderen Tieren, noch mehr gefärbte Küken und wir haben sogar einen Hahnenkampf gesehen... Die Begeisterung der Einheimischen dafür kann ich irgendwie nicht ganz nachvollziehen...


Gefärbte Küken

Hahnenkampf auf dem
Vogelmarkt

In Jogya sind immer unglaublich viele Menschen unterwegs, sodass eine Markthalle dann so aussieht:

Markthalle in Jogya

Von Jogya aus haben wir den nahe gelegenen "Prambanan" besucht, eine der bedeutendsten hinduistischen Tempelanlagen Südostasiens und UNESCO Weltkulturerbe.


Prambanan kurz vor
Sonnenuntergang

Einige der Tempel durfte
man auch betreten  


Zurück in der Stadt haben wir uns verlaufen und sind am "Alun-Alun" gelandet. In fast jeder Stadt gibt es ein Alun-Alun, ein großer Rasenplatz mit einer Straße drumherum. Nach Sonnenuntergang versammeln sich hier jeden Abend Verkäufer, die kleine Stände aufbauen und Essen oder andere Sachen verkaufen. Es werden Matten ausgelegt und Tische aufgestellt und so entsteht ein riesiges Picknick. Auf der Straße außen herum kann man bunt beleuchtete Autos ausleihen bei denen man trampeln muss um sie anzutreiben und die alle Musik spielen.

Alun-Alun am Abend

Natürlich mit Hello Kitty Leuchtschrift

Die Leute hier sind anscheinend alle Hello-Kitty-Fans... Man kann alle möglichen Figuren, Klamotten, Plüschtiere und sonstigen Schnickschnack in Form der japanischen Comicfigur kaufen, die, wie wir ja seit kurzem wissen, doch keine Katze sondern ein kleines Mädchen sein soll. Wir haben sogar Fernsehwerbung für Hello-Kitty-Slipeinlagen gesehen. Ich bin sicher das hat der Welt bis jetzt gefehlt...

In der Preisklasse in der unsere Hotels so liegen ist es übrigens wahrscheinlicher einen Fernseher im Zimmer zu haben, als eine Dusche mit warmem Wasser... Naja, bei meistens knapp 30°C ist das auch kein Drama ;)

Von Jogya sind wir zu dem Ort Borobudur gefahren. Da haben wir ein buddhistisches Kloster angeschaut und natürlich die gleichnamige Tempelanlage besucht.

In der Klosteranlage

Fast jeder hat wahrscheinlich schon mal irgendwo ein Foto gesehen von der großen buddhistischen Tempelanlage, die ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde und zum Pflichtprogramm jedes Javabesuchers gehört. Den Sonnenaufgang haben wir uns von einem höher gelegenen Aussichtspunkt angesehen. Irgendwo unten ragt die Spitze des Tempels aus dem Nebel, im Hintergrund ist der Vulkan Merapi zu sehen.


Dann ging es weiter zur Tempelanlage Borobudur.

Zugang zum Borobudur






Das Symbol, das wir Deutschen immer mit dem Hakenkreuz in Verbindung bringen, ist mehrere Tausend Jahre älter als die Nationalsozialisten und hat hier unterschiedliche, meist positive Bedeutungen. Die sogenannte "Swastika" kann verschiedene Formen haben. Hier sieht man sie mit nach links gewinkelten Enden auf einer Buddha-Statue, nach rechts gewinkelte Enden sieht man auch öfter.

Buddhastatue mit Swastika

Da unser Visum ja nur 60 Tage gilt und wir den Flug für den 59. Tag unseres Aufenthalts gebucht hatten, mussten wir weiter nach Jakarta, Indonesiens Hauptstadt. Mit dem Nachtbus ging es von Jogyakarta nach Jakarta. Die Fahrt sollte eigentlich 12 Stunden dauern, aber auf Grund einer Panne und viel Verkehr sind daraus fast 16 Stunden geworden... Die ersten acht davon sind wir auf einem bergigen und kurvigen Flickenteppich aus Asphaltfetzen, Schlaglöchern und Bodenwellen gefahren, der viel zu schmal für den großen Bus war. Als wir die Hoffnung schon aufgegeben hatten, sind wir tatsächlich doch noch auf eine Autobahn gefahren. Mittwochs morgens sind wir dann in Jakarta angekommen, Donnerstags morgens ging unser Flug nach Singapur. An dem einen Tag haben wir, ein wenig halbherzig weil müde, Sightseeing gemacht. Wir haben irgendeine Säule namens "Monas" gesehen und die größte Moschee in Südostasien, die viertgrößte der Welt angeschaut.

"Monas" in Jakarta



Weil ich eine kurze Hose anhatte musste ich ein bademantelähnliches Kleidungsstück anziehen um die Moschee zu betreten. 

Links neben mir der Guide,
der uns die Moschee gezeigt hat

In Jakarta gibt es ein gut organisiertes Linienbussystem, mit dem man schneller voran kommt, als mit dem Taxi, weil die Busse eigene Spuren benutzen. Die Haltestellen, an denen die Busse "anlegen", sehen so aus.


Am Ende des Tages haben wir noch das Hardrock Cafe besucht ;)

Am Donnerstag morgen hatten wir zum Glück viel Zeit eingeplant, denn der Taxifahrer hat uns zum falschen Terminal am Flughafen gebracht. Mit einem Shuttlebus konnten wir dann aber zu dem richtigen fahren und sind wie geplant nach Singapur geflogen. Da sind wir aber nicht geblieben, sondern gleich mit dem Bus weiter nach Malaysia gefahren, nach Melaka (deutsch), oder manchmal auch Malakka (malayisch) oder Malacca (englisch). Und in Melaka sind wir jetzt und Heiko drängelt, dass ich fertig werde und wir die Stadt angucken können ;)