Unser nächstes Ausflugsziel waren die Karimunjawa Inseln im Norden von Java. Von Semarang ging es nach Jepara um von dort mit der Fähre auf die Inselgruppe überzusetzen. Wer nach Luxushotels und Beachresorts sucht und auch im Urlaub nicht auf sein Wienerschnitzel mit Pommes verzichten will, ist hier definitiv falsch: Es gibt wenige Hotels, einige Homestays und ein paar Restaurants die ausschließlich lokale Spezialitäten anbieten. Die meisten Touristen hier sind Einheimische oder aus den Nachbarländern angereist. Strom wird auf dieser Insel mit einem Generator erzeugt, der um 17:30 Uhr eingeschaltet wird und bis zum Sonnenaufgang läuft, mit regelmäßig auftretenden, kurzen Unterbrechungen. Strom, Internet und Klimaanlage gibt es also nur Abends. Ansonsten gibt es hier weiße Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und eine traumhafte Unterwasserwelt :).
Angekommen sind wir auf der größeren Hauptinsel des Archipels von wo aus man die zum Teil unbewohnten, kleineren Nachbarinseln besuchen kann. Wir haben vier Tage auf dieser wunderschönen Insel verbracht.
Einen Tag haben wir einen Roller ausgeliehen um die Insel zu erkunden. An unserem Hotel haben wir den Roller übernommen, natürlich mit leerem Tank. Also haben wir erstmal versucht zu tanken, aber im ganzen Ort war das Benzin ausverkauft und man sagte uns, dass eventuell am Nachmittag neues gebracht würde. Wir haben in den Tank geschaut und es war noch Benzin zu sehen, also sind wir erstmal losgefahren und haben später nochmal geschaut, ob es weniger wird. An einem einsamen Haus an der Straße haben wir dann doch noch den typischen Holzaufbau mit benzingefüllten Glasflaschen gefunden. Diesmal waren es keine Vodkaflaschen sondern Spriteflaschen in die das Benzin gefüllt war. Wir haben die letzen drei Flaschen gekauft und der "Tankwart" hat unseren Roller betankt: In der rechten Hand die alte Sprite-Flasche, mit der linken Hand hält er lässig die glühende Zigarette und schraubt auch den Tankdeckel auf.
Hier mal ein paar Bilder von der Insel zum neidisch werden ;)
| Blick von der Terrasse des "Cafe Amore" |
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| Am Strand konnte man Trink-Kokusnüsse kaufen |
| 30°C, weißer Sand, Schatten spendende Bäume und türkises Wasser... Was will man mehr? |
Am letzen Tag haben wir eine Schnorcheltour mitgemacht. So bunte Korallen und so viele Fische haben wir nicht mal auf den Gilli-Inseln gesehen. Leider war der Akku meiner kleinen Kamera leer und ich habe das Ladegerät in Deutschland vergessen, sodass wir schon befürchtet hatten, keine Fotos machen zu können. Aber der Touranbieter hat eine große Kamera mit Unterwassergehäuse dabei gehabt und tolle Fotos gemacht!
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| Am ersten Schnorchel-Spot |
Die Tour dauerte den ganzen Tag und wir haben mehrere Spots angefahren um dort zu schnorcheln. Am Mittag haben wir auf einer fast unbewohnten Insel Pause gemacht. Die Tourbegleiter haben Fische über dem Feuer gebraten und hatten Reis und Wassermelonen dabei. Gegessen wurde natürlich mit den Fingern.
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| Mittagessen |
Um die muslimische Kleiderordnung nicht zu vernachlässigen sind einige der Frauen mit Kopftuch und Ganzkörperbadeanzug ins Wasser gegangen. Viele Asiaten können übrigens nicht schwimmen und gehen dann mit Schwimmweste schnorcheln ^^.
Weiter ging unsere Reise auf dem Festland nach Jogyakarta, von allen nur "Jogya" genannt. Hier gibt es viel indonesische Kultur zu erleben und so haben wir z.B. eine Batik-Galerie besucht, wo man die auf Stoff gemalten Bilder kaufen oder bei der Herstellung zuschauen konnte.
| Malerin in einer Batik Galerie |
Wir haben auch ein traditionelles Schattentheater besucht, "wayang kulit" genannt. Man kann auf beiden Seiten der Stoffwand zuschauen: Auf der einen Seite spielt das Gamelanorchester und man sieht den Mann, der die Figuren bewegt.
Von der anderen Seite sieht es so aus:
Die Figuren werden aus hartem Büffelleder gefertigt, wie hier zu sehen ist:
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| Herstellung der "Wayang kulit" - Figuren |
Außerdem haben wir bei einer Tanzaufführung zugeschaut:
| traditioneller Tanz |
| Im Hintergrund das Gamelanorchester |
Wir haben auch wieder einen Vogelmarkt besucht. Dieser war etwas größer als der in Malang: Es gab noch mehr Käfige mit bunten Vögeln und anderen Tieren, noch mehr gefärbte Küken und wir haben sogar einen Hahnenkampf gesehen... Die Begeisterung der Einheimischen dafür kann ich irgendwie nicht ganz nachvollziehen...
| Gefärbte Küken |
| Hahnenkampf auf dem Vogelmarkt |
In Jogya sind immer unglaublich viele Menschen unterwegs, sodass eine Markthalle dann so aussieht:
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| Markthalle in Jogya |
Von Jogya aus haben wir den nahe gelegenen "Prambanan" besucht, eine der bedeutendsten hinduistischen Tempelanlagen Südostasiens und UNESCO Weltkulturerbe.
| Prambanan kurz vor Sonnenuntergang |
| Einige der Tempel durfte man auch betreten |
Zurück in der Stadt haben wir uns verlaufen und sind am "Alun-Alun" gelandet. In fast jeder Stadt gibt es ein Alun-Alun, ein großer Rasenplatz mit einer Straße drumherum. Nach Sonnenuntergang versammeln sich hier jeden Abend Verkäufer, die kleine Stände aufbauen und Essen oder andere Sachen verkaufen. Es werden Matten ausgelegt und Tische aufgestellt und so entsteht ein riesiges Picknick. Auf der Straße außen herum kann man bunt beleuchtete Autos ausleihen bei denen man trampeln muss um sie anzutreiben und die alle Musik spielen.
| Alun-Alun am Abend |
| Natürlich mit Hello Kitty Leuchtschrift |
Die Leute hier sind anscheinend alle Hello-Kitty-Fans... Man kann alle möglichen Figuren, Klamotten, Plüschtiere und sonstigen Schnickschnack in Form der japanischen Comicfigur kaufen, die, wie wir ja seit kurzem wissen, doch keine Katze sondern ein kleines Mädchen sein soll. Wir haben sogar Fernsehwerbung für Hello-Kitty-Slipeinlagen gesehen. Ich bin sicher das hat der Welt bis jetzt gefehlt...
In der Preisklasse in der unsere Hotels so liegen ist es übrigens wahrscheinlicher einen Fernseher im Zimmer zu haben, als eine Dusche mit warmem Wasser... Naja, bei meistens knapp 30°C ist das auch kein Drama ;)
Von Jogya sind wir zu dem Ort Borobudur gefahren. Da haben wir ein buddhistisches Kloster angeschaut und natürlich die gleichnamige Tempelanlage besucht.
Fast jeder hat wahrscheinlich schon mal irgendwo ein Foto gesehen von der großen buddhistischen Tempelanlage, die ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde und zum Pflichtprogramm jedes Javabesuchers gehört. Den Sonnenaufgang haben wir uns von einem höher gelegenen Aussichtspunkt angesehen. Irgendwo unten ragt die Spitze des Tempels aus dem Nebel, im Hintergrund ist der Vulkan Merapi zu sehen.
Da unser Visum ja nur 60 Tage gilt und wir den Flug für den 59. Tag unseres Aufenthalts gebucht hatten, mussten wir weiter nach Jakarta, Indonesiens Hauptstadt. Mit dem Nachtbus ging es von Jogyakarta nach Jakarta. Die Fahrt sollte eigentlich 12 Stunden dauern, aber auf Grund einer Panne und viel Verkehr sind daraus fast 16 Stunden geworden... Die ersten acht davon sind wir auf einem bergigen und kurvigen Flickenteppich aus Asphaltfetzen, Schlaglöchern und Bodenwellen gefahren, der viel zu schmal für den großen Bus war. Als wir die Hoffnung schon aufgegeben hatten, sind wir tatsächlich doch noch auf eine Autobahn gefahren. Mittwochs morgens sind wir dann in Jakarta angekommen, Donnerstags morgens ging unser Flug nach Singapur. An dem einen Tag haben wir, ein wenig halbherzig weil müde, Sightseeing gemacht. Wir haben irgendeine Säule namens "Monas" gesehen und die größte Moschee in Südostasien, die viertgrößte der Welt angeschaut.
In Jakarta gibt es ein gut organisiertes Linienbussystem, mit dem man schneller voran kommt, als mit dem Taxi, weil die Busse eigene Spuren benutzen. Die Haltestellen, an denen die Busse "anlegen", sehen so aus.
| In der Klosteranlage |
Fast jeder hat wahrscheinlich schon mal irgendwo ein Foto gesehen von der großen buddhistischen Tempelanlage, die ebenfalls zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt wurde und zum Pflichtprogramm jedes Javabesuchers gehört. Den Sonnenaufgang haben wir uns von einem höher gelegenen Aussichtspunkt angesehen. Irgendwo unten ragt die Spitze des Tempels aus dem Nebel, im Hintergrund ist der Vulkan Merapi zu sehen.
Dann ging es weiter zur Tempelanlage Borobudur.
| Zugang zum Borobudur |
Das Symbol, das wir Deutschen immer mit dem Hakenkreuz in Verbindung bringen, ist mehrere Tausend Jahre älter als die Nationalsozialisten und hat hier unterschiedliche, meist positive Bedeutungen. Die sogenannte "Swastika" kann verschiedene Formen haben. Hier sieht man sie mit nach links gewinkelten Enden auf einer Buddha-Statue, nach rechts gewinkelte Enden sieht man auch öfter.
| Buddhastatue mit Swastika |
Da unser Visum ja nur 60 Tage gilt und wir den Flug für den 59. Tag unseres Aufenthalts gebucht hatten, mussten wir weiter nach Jakarta, Indonesiens Hauptstadt. Mit dem Nachtbus ging es von Jogyakarta nach Jakarta. Die Fahrt sollte eigentlich 12 Stunden dauern, aber auf Grund einer Panne und viel Verkehr sind daraus fast 16 Stunden geworden... Die ersten acht davon sind wir auf einem bergigen und kurvigen Flickenteppich aus Asphaltfetzen, Schlaglöchern und Bodenwellen gefahren, der viel zu schmal für den großen Bus war. Als wir die Hoffnung schon aufgegeben hatten, sind wir tatsächlich doch noch auf eine Autobahn gefahren. Mittwochs morgens sind wir dann in Jakarta angekommen, Donnerstags morgens ging unser Flug nach Singapur. An dem einen Tag haben wir, ein wenig halbherzig weil müde, Sightseeing gemacht. Wir haben irgendeine Säule namens "Monas" gesehen und die größte Moschee in Südostasien, die viertgrößte der Welt angeschaut.
| "Monas" in Jakarta |
Weil ich eine kurze Hose anhatte musste ich ein bademantelähnliches Kleidungsstück anziehen um die Moschee zu betreten.
| Links neben mir der Guide, der uns die Moschee gezeigt hat |
In Jakarta gibt es ein gut organisiertes Linienbussystem, mit dem man schneller voran kommt, als mit dem Taxi, weil die Busse eigene Spuren benutzen. Die Haltestellen, an denen die Busse "anlegen", sehen so aus.
Am Ende des Tages haben wir noch das Hardrock Cafe besucht ;)
Am Donnerstag morgen hatten wir zum Glück viel Zeit eingeplant, denn der Taxifahrer hat uns zum falschen Terminal am Flughafen gebracht. Mit einem Shuttlebus konnten wir dann aber zu dem richtigen fahren und sind wie geplant nach Singapur geflogen. Da sind wir aber nicht geblieben, sondern gleich mit dem Bus weiter nach Malaysia gefahren, nach Melaka (deutsch), oder manchmal auch Malakka (malayisch) oder Malacca (englisch). Und in Melaka sind wir jetzt und Heiko drängelt, dass ich fertig werde und wir die Stadt angucken können ;)
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Voll die Hammer Bilder! Ich kriege echt schon wieder Fernweh..Vor allem die Inseln ohne Strom finde ich klasse :)
AntwortenLöschenIch fand Malakka damals ziemlich schön, ihr seid da vermutlich schon weiter gezogen... Den Nationalpark nördlich von KL fand ich auch sehr klasse, falls ihr dazu noch Gelegenheit habt :)
Ein sehr guter Fahrer, immer sicher und zuverlässig
AntwortenLöschen"Wir haben es genossen, Yogyakarta mit Hans während 5 Tagen im Februar 2018 zu besuchen. Hans ein sehr guter Fahrer, immer sicher und zuverlässig und Ihre Kenntnis des Landes war sehr hilfreich und wertvoll.
Das Auto, das wir hatten, war in sehr guter Verfassung und geräumig für fünf und alle unsere zahlreichen Gepäckstücke. Seine Bedingungen waren vernünftig und wir werden nicht zögern, Sie jedem zu empfehlen, der Yogyakarta und Borobudur besuchen möchte
rufe ihn an:
Phone/whatsapp : +628121561972
Email : jogjadriver@gmail.com
.spricht gut Englisch
.pünktlich und flexibel
.gut mit Kindern
Ich hoffe, wir sehen uns wieder, alles Gute, "