Da wir noch in der Nähe von Christchurch bleiben mussten, ging unser nächster Ausflug zum „Wooden Gully“ Campingplatz am Mount Thomas. Campingplatz bedeutet in diesem Fall eine Wiese, ein Toilettenhäuschen und ausgeschilderte Wanderwege mitten im Wald. Von hier aus haben wir kurze Wanderungen unternommen und festgestellt, dass die Tiere hier im Wald wohl Wanderer gewohnt sind. Da saß ein kleiner Eulenvogel im Baum, etwa 1,5 m von uns entfernt und hat für die Kamera posiert :).
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| Wandern am Mt. Thomas |
Dann ging es erstmal zurück nach Christchurch, wo wir letzte Erledigungen tätigen mussten. Außerdem hat Heiko eine Gitarre gekauft und wir haben an einem Schrottplatz diverse, an unserem Auto fehlenden Plastikteile und Knöpfe ersetzt. Im Baumarkt haben wir die üblichen, zur Reparatur von Autos nötigen Dinge gekauft: Kabelbinder, Kleber, Klebeband und sowas wie WD40. Schrauben und Winkel haben wir auch gekauft, aber die waren für Reparaturen an der „Küche“. Bald sieht Mellow aus wie neu ;)
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Nein, wir haben unsere Wäsche nicht im Fluss gewaschen.
Sie kam nur noch relativ nass aus dem Trockner und wir
mussten sie trocken kriegen, bevor es dunkel wird :)
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| Übernachtung am Lake Hood |
Mit den ganzen neuen Sachen sind wir dann Richtung „Peel Forest“ gefahren. Auf dem Weg haben wir an einem kleinen See übernachtet, quasi wild gecampt, ohne Campingplatz. Die Regeln lauten, dass man auf jedem Parkplatz, wo eine öffentliche Toilette und kein Camping-Verbotsschild ist, übernachten darf, wenn dieser mindestens 200m von einem kostenpflichtigen Campingplatz entfernt ist. Solche Plätze sind manchmal schwer zu finden, aber es gibt sie. Ab einem Abend war es schon dunkel, als wir einen Schlafplatz gesucht haben: Wir haben einen oben beschriebenen Platz gefunden, zwischen einem Sportplatz und einer großen Industrieanlage. Als wir wach wurden, sind Gabelstapler um uns herum gefahren und die Arbeiter haben haben gewunken, als wir gefahren sind.
Am „Peel Forest“ angekommen, haben wir einige Sachen im Auto repariert und wieder Wanderungen unternommen.
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| Wandern im "Peel Forest" |
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| Unser Camp mit Gitarre :) |
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Manche Wanderwege sind eine
Herausforderung |
Dann ging es Richtung Süden, über Geraldine nach Timaru. In Geraldine waren wir im „Vintage Car and Machinery Museum“ und haben uns schöne, alte Autos, Traktoren und Werkzeuge angeschaut. In dem niedlichen kleinen Örtchen gab es auch eine kleine Käserei. Hier in Neuseeland gibt es zwar jede Menge Rinder, aber kaum Milchkühe, sodass Milchprodukte im Supermarkt unglaublich teuer sind... Da kostet ein kg Käse mehr als ein kg Rindfleisch. Deshalb haben wir in dem kleinen Laden erstmal Käse eingekauft und Eis gegessen :)
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| Im "Vintage Car & Machinery Museum" in Geraldine |
Lebensmittel sind hier im Allgemeinen teurer als bei uns, aber wir haben uns mit anderen Leuten aus Australien, Frankreich, England und Irland unterhalten und bei denen sind die Preise ähnlich hoch. Ich wusste nie zu schätzen, wie günstig Lebensmittel in Deutschland sind. Brot ist hier hauptsächlich weich und weiß. Wahlweise gibt es auch weiches, weißes Brot mit Käse oder weiches, weißes Brot mit Körnern, aber Vollkornbrot muss man ziemlich lange suchen.
Von Geraldine ging es weiter nach Timaru, einer hübschen kleinen Stadt am Wasser, wo wir auch übernachtet haben, und nach Oamaru.
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| Kirche in Timaru |
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Timaru: Frühstück im Morgengrauen zwischen Strand und
Hafendock, aber mit Käse! ;) |
In Oamaru gibt es Pinguin-Kolonien von zwei unterschiedlichen Pinguinarten. Wir haben uns für die Gelb-Augen Pinguine entschieden. Sie verlassen morgens früh ihre Nester und schwimmen raus ins Meer zum Fressen und kehren vor Sonnenuntergang zurück zum Strand. Dabei haben wir sie beobachtet. In der Zeit in der wir (und einige andere Leute) gewartet haben, sind von den 12 am Strand lebenden Pinguinen sieben zurückgekommen. Leider durfte man nur von weit weg zugucken, weil die Pinguine sich nicht an den Strand trauen, wenn da Leute sind.
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| Da unten waren die Pinguine... |
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Yellow-Eyed Pinguin, durch den Kamera-Zoom
etwas besser zu erkennen :)
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Die Stadt Oamaru haben wir uns auch angeschaut. Hier gibt es viele alte Kalksteingebäude und das Steampunk-Museum.
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| Kirche in Oamaru |
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| Kalksteingebäude |
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| Eingang zum "Steampunk-Headquarter" |
Übernachtet haben wir südlich von Oamaru am Strand.
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Der "Toyota Estima" ist ziemlich beliebt bei Campern,
aber wir haben außer unserem noch keinen gelben gesehen! :) |
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| Abends in "Kakanui South" |
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"Wetten, dass ich bis zum Kiesboden laufen kann und
zurück, bevor ich nass werde?" |
Südlich von Oamaru haben wir uns noch die „Moeraki Boulders“ angeschaut, erstaunlich runde und glatte Steine die am Strand liegen und Wind, Wetter und Brandung trotzen.
Nun geht es weiter in die Berge, zum Mount Cook und Lake Tekapo, wo wir hoffentlich den tollen Sternenhimmel ohne Wolken beobachten können.
Grandios! Da bekomme ich Fernweh! Dein Blog und was du beschreibst erinnert mich sowas von an meine Zeit in Australien 2007. Viel Spaß und gute Weiterreise, Flukke
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