In unserem Hostel in Bruneis Hauptstadt
Bandar Seri Begawan, kurz BSB, haben wir drei junge, muslimische
Frauen kennengelernt und haben den Vormittag gemeinsam verbracht.
Erst sind wir mit einem Boot zur Shoppingmall gefahren. Eigentlich
wären es auch nur ein paar Minuten zu Fuß gewesen, aber weil die
drei gefastet haben (es ist ja immer noch Ramadhan), mussten sie
Energie sparen, deshalb die kurze Bootsfahrt. Danach sind wir zur
gegenüberliegenden Flussseite, zu einem kleinen Museum gefahren. Die
drei haben viel erzählt über ihr Land, ihre Kultur und Traditionen und
während sie uns das traditionelle Congkak-Spiel beigebracht haben,
haben wir mit Vorurteilen aufgeräumt: „Nein, wir Deutschen haben
nichts gegen Juden“. Aus ihrer Sicht haben wir sicher ähnlich
befremdliche Fragen gestellt, z.B. zum Thema arrangierte Ehen, was
heute längst nicht mehr der Normalfall ist. Wir haben uns lange unterhalten über Politik, Kultur und Religion und es war ein wirklich interessantes Gespräch. Sie haben unter anderem gefragt, warum es bei uns zu Ostern den Osterhasen gibt. Das konnte ich so spontan nicht mal beantworten.
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Congkak: traditionelles Spiel in Malaysia,
Indonesien und Singapur |
Die drei haben unseren Aufenthalt in
Brunei viel interessanter gemacht und nachdem wir erfolgreich nicht
verhungert sind, haben wir das kleine Sultanat mit der Fähre
verlassen, weiter Richtung Norden, wieder nach Malaysia. Dabei haben
wir einen kurzen Zwischenstopp auf Pulau Labuan eingelegt. Auf dieser
malayischen Insel reiht sich ein Dutyfree-shop an den nächsten.
Hier kann man immerhin günstig Bier trinken, nachdem es in Brunei
gar keinen Alkohol gab.
Dann sind wir in Kota Kinabalu (kurz
KK) angekommen. Hier haben wir im Hostel ein nettes Pärchen
kennengelernt, mit denen wir in einem Tierpark in der Nähe waren und
nachts um drei das Finale der WM geschaut haben :)
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| Fett gefütterter Tiger im Tierpark |
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| KK von oben |
Von KK ging es weiter nach Bali in
Indonesien. Indonesien besteht aus etwa 17 000 Inseln und Bali ist
wohl eine der bekanntesten. Gelandet sind wir in Denpasar. Die erste interessante Erfahrung habe ich schon am Flughafen gemacht: Da man
für einen Euro knapp 16 000 IDR (indonesische Rupiah) bekommt, hab
ich das erste mal am Bankautomaten einen Millionenbetrag eingegeben
^^.
Die erste Nacht haben wir in Kuta
verbracht. Das was für die Deutschen der Ballermann auf Mallorca
ist, ist wohl Kuta für die Australier: Sonne, Strand und jede Menge
Bars, Cafes und Diskotheken. Dementsprechend voll ist es in dem Ort.
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| Nicht nur zum Sonnenuntergang ist es voll am Strand |
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| Sonnenuntergang in Kuta |
Unser Hotel war auf einer engen Straße,
wo Autos nicht durchfahren können, dafür aber Roller. Und davon
gibt es etliche auf Bali. Kaum zu glauben, was so ein Roller alles
transportieren kann: Ganze Familien mit Vater, Mutter und drei
Kindern haben wir auf einem Roller gesehen, oder ganze
Verkaufststände inklusive kleiner Küche.
Es gibt unzählige kleine Geschäfte in
denen man Souvenirs und Kleidung kaufen kann und jeder der Verkäufer
versucht einen zu überzeugen hereinzukommen. Dauernd wird man
angesprochen ob man eine Massage, ein Taxi oder sonst irgendwas
kaufen möchte. Heiko wird dabei oft mit „Sir“, „Boss“ oder
„my friend“ angesprochen, ich mit „Miss“ oder „Darling“.
Nein, Darling möchte keine Massage, keine Maniküre und auch kein
Mariuhana kaufen. Vielleicht lass ich mir von dem nächsten, der mir
ein Henna-Tattoo andrehen möchte „Nein Danke“ auf die Stirn
tätowieren...
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| Eines der vielen Geschäfte auf der Straße |
Von Kuta ging es weiter nach Candidasa
um Flukke und Ann-Katrin zu besuchen, Freunde aus Deutschland, die
ihren Urlaub hier verbracht haben :)
Wir haben zusammen, nach der
Besichtigung einer Tempelanlage, eine abenteuerliche Wanderung an
einem See entlang durch den Wald unternommen. Da wir irgendwie falsch
abgebogen waren, sind wir nicht am erwarteten Treffpunkt mit unserem
Fahrer angekommen und haben mal nach dem Weg gefragt. Da stellte
sich heraus, dass wir viel zu weit bergauf gelaufen waren und wieder
runter müssen. Der junge Mann am Cafe hat uns eine Abkürzung
empfohlen, der wir gefolgt sind. Diese führte mitten durch ein
terrassenförmig angelegtes, steiles Feld und endete im Garten einer
Familie. Der steile Abstieg mitten durch die Pflanzen hat so lange
gedauert, dass wir auf der Straße wahrscheinlich nicht länger
gebraucht hätten, aber das wäre ja langweilig gewesen ;)
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Wie es sich gehört in einem hinduistischen Tempel:
Mit einem Sarong bekleidet |
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| Ann-Katrin, Flukke und Heiko :) |
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| Durch dieses Feld ging unser Abstieg |
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Auf dem Rückweg haben wir noch
bei einem Wasserfall gehalten |
Am nächsten Tag haben wir erstmal in
der Hotelanlage die Füße hochgelegt um uns von der Wanderung zu
erholen.
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| Aussicht von der Sonnenliege ;) |
Jetzt sind wir in Ubud. Hier gibt se
viele Künstler die Bilder, Schnitzarbeiten und Steinskulpturen
verkaufen. Viele Häuser und Tempel sind hier aufwändig verziert
und auch bei dem traditionellen Kecak and Fire Dance tragen die Tänzer
aufwendige Kostüme.
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| Handgeschnitzte Figuren in einem der Geschäfte |
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| Tänzer beim Kecak Dance |
Gestern waren wir im Monkey Forest, wo
unzählige Affen die Touristen belustigen oder ihre Sachen klauen.
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Schüchtern sind die Affen auf
jeden Fall nicht |
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Auf dem Rückweg gab es noch einen der unschlagbaren
Fruchtcocktails für 50Cent ;) |
Jetzt sitze ich auf der kleinen
Terrasse unseres Bungalows während Heiko bei dem Besitzer der Anlage
Musikunterricht nimmt und Gamelan spielen lernt :)
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| Eingang zu unserer Bungalowanlage |
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| Veranda unseres Bungalows |
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