| Fluss in Melaka |
| Die betont lässige Dorfjugend mit ihrem Hello-Kitty-Mobil |
| Eingang zum Nachtmarkt |
Mit dem Bus ging es weiter nach Kuala Lumpur, Malaysias Hauptstadt. Wir haben die Petronas Twintower besucht, allerdings konnten wir nicht auf die "Skybridge" die beide Türme verbindet, weil die Tickets für den Tag schon ausverkauft waren. Auch hier haben wir wieder in Chinatown gewohnt, wo ein großer Markt aufgebaut war. Hier konnte man hauptsächlich (zum Teil sehr gut gefälschte) Handtaschen, Schuhe und Klamotten kaufen. Da stand dann fünf mal die gleiche Handtasche auf dem Tisch, aber jede mit einem anderen Markenaufdruck.
| Auf jeden Fall wissen wir jetzt, wie die malayische Flagge aussieht |
| Petronas Twintower |
Nicht weit entfernt von KL, im Landesinneren, ist der Taman Negara National Park. Ähnlich wie auf Borneo gibt es wieder jede Menge Dschungel, einen Treetopwalk und viele Möglichkeiten zum Wandern. Tiere haben wir kaum gesehen, weil wir keine geführte Tour mitgemacht haben. Wahrscheinlich sind wir an irgendwelchen Schlangen, Spinnen, Skorpionen und sonstigen kleineren Tieren vorbeigelaufen ohne sie zu bemerken. Es gibt hier auch Tiger und Elefanten, aber die wären uns wohl aufgefallen, wenn sie in der Nähe gewesen wären ;)
Unser Hostel war in dem kleinen Ort Kuala Tahan, der direkt auf der gegenüberliegenden Flussseite des Parkeingangs liegt. Auf dem Fluss schwimmen mehrere "Floating Restaurants". In einem davon wurden diese riesigen Eis-Shakes serviert :)
| Ich glaube es war ein Mango-Shake ;) |
| Kuala Tahan mit floating Restaurants |
Danach wollten wir eigentlich mit dem Zug weiter fahren ganz in den Norden des Landes. Wir kamen mittags am Bahnhof an und man sagte uns, der nächste Zug würde um vier fahren. Also haben wir Tickets gekauft und gedacht wir gehen in der Zwischenzeit in Ruhe was essen und nehmen dann den Zug. Beim Essen haben wir dann festgestellt, dass auf dem Zugticket 4:20 am und nicht pm steht und das Datum vom nächsten Tag.... Also haben wir uns doch ein Hotel in Jerantut gesucht, ein wenig geschlafen und waren pünktlich nachts um vier am Bahnhof. Der Zug leider nicht... Nachdem man uns gesehen hatte, wurden die Ansagen auf dem Bahnsteig sogar auf Englisch wiederholt und sagten uns, dass der Zug drei Stunden Verspätung hat. Da wir ja den Hotelschlüssel schon abgegeben hatten und uns nicht sicher waren, wie zuverlässig diese Angabe war, sind wir am Bahnhof geblieben. Gegen 5:30Uhr kam dann auch ein Zug, der unser Ziel hatte, aber da durften wir nicht einsteigen, weil das nicht unser Zug war, für den wir ja Sitzplätze gebucht hatten. Wir haben nicht rausgefunden, wie man diese Züge unterscheidet, denn es gab keine Beschriftung am Zug und keine Anzeigetafel am Bahnhof, aber das Zugpersonal sprach wider erwarten Englisch und wir konnten uns durchfragen. Um kurz nach sieben kam dann tatsächlich unser Zug und hat uns nach Kota Bharu gebracht. Falls ich mich mal wieder über die deutsche Bahn beschweren sollte, erinnert mich bitte an diese Zugfahrt ;)
Die Stadt Kota Bharu ist bekannt für ihren großen Markt am Vormittag und die typischen malayischen Performances, die im Kulturzentrum aufgeführt werden. Wir haben Tänzer und Musiker gesehen und Kreiselspieler, die 4kg schwere Kreisel mit einer Schnur antreiben, die sich dann zwei Stunden lang drehen. Eine Trommelgruppe hat die Zuschauer eingeladen mitzuspielen und Heiko hat dann mitgetrommelt :)
| Kota Bharu von oben |
| "Central Market" |
Zurück
Richtung Singapur ging es die Ostküste runter, mit zweitägigem
Zwischenstopp in Cherating. Hier haben wir ein letztes mal am Strand
entspannt und eine Bootstour auf einem Fluss durch Mangrovenwälder
mitgemacht. Vom Boot aus haben wir viele Tiere sehen können, unter
anderem viele in den Bäumen schlafende Schlangen. Alle waren schwarz
mit gelben Streifen. Die hatten wir bis jetzt noch nicht gesehen.
Auch den bunten Kingfischer und eine seltenere Affenart konnten wir
vom Boot aus beobachten.
| Kingfisher |
| schlafende Schlange |
| Strand von Cherating bei Ebbe |
Als
es dunkel war, sind wir mit dem gleichen Bootsführer nochmal auf den
Fluss gefahren um Glühwürmchen zu sehen. Das sah schon schön aus,
wie die vielen Glühwürmchen um das Boot herum geflogen sind und
sich, wie die Sterne, auf der stillen Wasseroberfläche gespiegelt
haben. Fotos konnte man davon leider keine brauchbaren machen.
Am
nächsten Tag ging es mit dem Nachtbus nach Singapur. Wir sind dann
um fünf Uhr morgens in Singapur angekommen und hatten natürlich,
wie immer, keinen Schlafplatz vorgebucht. Viele der Hotel- und
Hostelrezeptionen sind 24 Stunden besetzt, deshalb ist das eigentlich
kein Problem, aber die waren alle ausgebucht... Im Endeffekt durften
wir dann im Gemeinschaftsraum eines Hostels noch ein paar Stunden auf
der Couch schlafen und sogar frühstücken und duschen, obwohl wir
noch gar kein Zimmer hatten. Mittags um eins konnten wir dann eins
der Zimmer beziehen. In diesem Hostel haben wir vor drei Monaten
schon gewohnt. Am nächsten morgen ging unser Flug Richtung Heimat,
aber der Zoo stand ja noch auf unserem Plan. Wir sind zur Nachtsafari
zum Zoo gefahren und haben erstmal die Rundfahrt mit der Tram
gemacht. Der Zoo ist wirklich toll angelegt. Man sieht keine Zäune
und die ungefährlicheren Tiere laufen einfach auf dem Weg der
Trambahn herum und kommen so nah, dass man sie anfassen könnte.
Danach haben wir uns erst die kurze Show der Feuerspucker im
Eingangsbereich angeschaut.
| Show im Zoo |
Gegen Ende der Show fing es an zu regnen und zu gewittern und wie das bei einem richtigen tropischen Regen halt so ist, fängt es ohne Vorwarnung an zu schütten wie aus Eimern. Die Tiershow wurde leider abgesagt, aber der Regen wurde schnell wieder weniger und wir sind noch ein bisschen zu Fuß herumgelaufen. Wir sind bis zum überdachten Unterstand am Tigergehege gekommen, dann ging es wieder los. Auf der einen Seite der Glasscheibe saßen wir fest mit noch drei anderen, auf der anderen Seite der Glasscheibe hat sich der Tiger untergestellt, so hatten wir wenigstens interessante Gesellschaft beim warten. Aber es wurde einfach nicht weniger und wir mussten den letzten Bus kriegen, also blieb uns nichts anderes übrig, als durch den Regen zu laufen und es hat auch etwa fünf Sekunden gedauert, bis wir klatschnass waren. Aber es war ja nicht kalt dabei, also war's nicht so tragisch.
| Regen.... |
Am nächsten morgen ging es zum Flughafen um von Singapur nach Dubai und von Dubai nach Düsseldorf zu fliegen. Der erste Flug verlief sehr ruhig, entgegen der Vorwarnung des Piloten. Jetzt sitzen wir gerade im Flugzeug nach Düsseldorf. Es ist nicht gerade beruhigend, wenn in der Kopfzeile des Entertainmentsystems die aktuellen Nachrichten durchlaufen und man sich irgendwo im Luftraum zwischen Bagdad und Teheran befindet. Aber auf dem Bildschirm mit unserer Flugroute sieht man, dass wir einen weiten Schlenker fliegen um den Luftraum über dem Irak zu umgehen.
Hochladen
werde ich den Blogeintrag wohl erst von Zuhause aus und dann ist
unsere Reise leider zu Ende. Aber ich freu mich Familie und Freunde
wiederzusehen. Außerdem freu ich mich auf das Essen. Zum Frühstück
im Hotel oder Hostel gab es oft genug ungetoastetes Toastbrot mit
Marmelade und ansonsten viel Reis und keine Milchprodukte... Ich hab
mich noch nie so auf Schwarzbrot und Käse gefreut ;)
In
den verschiedenen Ländern haben wir ganz unterschiedliche Eindrücke
gesammelt: Als erstes Neuseeland, dass zwar am weitesten weg, aber
von der Kultur sehr vertraut ist und mit seiner atemberaubenden Natur
und der Freundlichkeit und Offenheit der Bewohner beeindruckt. Danach
Singapur, dass sehr sauber und organisiert ist und wo viele Kulturen
auf engstem Raum zusammenleben, ohne dass das zu Problemen führt.
Der größte Kulturschock war sicherlich Indonesien: Alles ist
irgendwie chaotisch und jeder macht sein eigenes kleines Ding.
Korruption ist ein großes Problem und nirgends sind die Preise fix.
Ob man etwas kauft oder ein Zimmer bucht, je kleiner das Business ist, desto mehr muss man den Preis herunterhandeln. Aber gerade das macht
das Land auch so interessant. Malaysia ist da schon wesentlich
weiter. Es ist sauberer und geordneter. Es gibt z.B. Busfahrpläne,
die eingehalten werden. Die werden zwar selten irgendwo aufgehängt,
aber das ganze folgt einem System, dass viele Leute durchblicken, die
man fragen kann. Auch die Preise sind für alle gleich und werden
nicht vom Fahrer oder Ticketverkäufer erfunden, wenn man in sein
Blickfeld tritt. Sogar unser kurzes Zwangsfasten in Brunei während
des Ramadan-Monats war eine Erfahrung wert. Auf jeden Fall weiß man nach so einer Reise zu schätzen, wie gut es uns in Deutschland geht :)
Wir
haben in den letzten sechs Monaten unglaublich viel erlebt und sind
um so viele Erfahrungen reicher (und um viele Gigabyte an Fotos und
Videos), aber was so eine Reise außergewöhnlich macht, sind die
Menschen, die man trifft. Eines der schönsten Gerüchte über
Deutschland, dass wir gehört haben war: "In Deutschland ist den
ganzen Oktober das Bier umsonst, deshalb trinken die Deutschen in dem
Monat nur Bier und keiner arbeitet." ^^ Was man mit unserem Land
sonst in Verbindung bringt, sind gute Autos, erfolgreicher Fußball
und in seltenen Fällen noch der "Black Forest Cake" ;)
Da
das vorerst der letzte Blogeintrag war, verabschiede ich mich an
dieser Stelle. Ich habe mich über jeden der Kommentare sehr gefreut
und auch über die vielen stillen Mitleser, die es laut der
Besucherstatistik gibt :) Es hat mir viel Spaß gemacht euch auf
diesem Weg auf dem Laufenden zu halten!
Bis
bald,
eure
Becki :)
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