Montag, 31. März 2014

Die erste Woche in Christchurch

Am Sonntag Abend ging es also los. Da sitzt man plötzlich im Wartebereich am Flughafen, um in ein lange geplantes und trotzdem völlig ungeplantes Abenteuer zu starten. Alles was zu Hause organisiert werden musste, von A wie Auslandskrankenversicherung bis Z wie Zwischenmieter für unsere Wohnung, haben wir erledigt. Aber abgesehen von den Flügen war noch nichts gebucht, was die Reise betrifft.
Start der Reise war in Düsseldorf und wir sind nach Dubai geflogen, wo wir ein paar  Stunden Aufenhalt am Flughafen hatten. Danach ging es mit einem Airbus A380 weiter nach Sydney. Das Flugzeug war zum Glück nur zu ca. 1/4 besetzt auf dem etwa dreizehn stündigen Flug, sodass man sich zum Schlafen einfach über mehrere Sitze ausstrecken konnte :)

Von Sydney ging es dann nach Christchurch, wo wir nach einem ziemlich holprigen Landeanflug, weshalb uns beiden ziemlich übel war, bei strömendem Regen gelandet sind.  Das Visum war ok und Wanderschuhe sauber genug, sodass wir auch einreisen durften.
Wir haben dann nach kürzerem Suchen auch ein Hostel gefunden, dass noch Platz für uns hatte. Dabei haben wir die Neuseeländer als sehr hilfsbereit kennengelernt: Da war z.B. der Busfahrer, der extra gewartet hat als wir ausgestiegen sind. Wir haben die Karte ausgepackt, gemerkt, dass wir zu früh ausgestiegen sind und konnten in den noch wartenden Bus wieder einsteigen. Dann hat er gefragt, wo wir hin möchten und ein anderer Fahrgast hat ihm erklärt wo das ist, sodass er uns an der richtigen Stelle rauslassen konnte. Ich glaube da war nichtmal eine Haltestelle.
Die nächsten Tage hatten wir ziemlich viel zu erledigen: Wir haben jetzt neuseeländische Handynummern, ein neuseeländisches Bankkonto und eine Steuernummer beantragt. Außerdem haben wir ein Auto gekauft, es umgemeldet und versichert. Zum Glück ist das hier alles mit viel gerigerem bürokratischem Aufwand verbunden, als in Dutschland :)
Wir haben uns natürlich auch Christchurch angeschaut, wo man die Spuren des Erdbebens vom Februar 2011 noch deutlich sieht: Überall wird abgerissen, neu aufgebaut oder es stehen noch kaputte, wo nötig abgestützte Gebäude herum. Trotzdem ist die Stadt sehr belebt, auch wenn manche Bankfillialen, Postämter, Cafés oder andere Gechäfte jetzt in Containern untergebracht sind. Das Wetter ist zum Glück gut: etwas mehr als 20°C und meistens sonnig :)





Das Auto ist ein uralter Toyota Estima der für die nächsten Monate unser Zuhause sein wird. Die Vorbesitzer (ein amerikanisches Pärchen) haben es wegen der Farbe, die sie als "Mellow Yellow" bezeichnet haben, "Mellow" genannt und wir haben den Namen übernommen. Jetzt sind wir also mobil :)



Eine Großstadt wie Christchurch, mit vielen Baustellen und Einbahnstraßen ist genau der richtige Ort für mich, um das mit dem Linksverkehr zu üben. Heiko muss auch nicht mehr nach jedem Abbiegen, bei dem ich natürlich den Scheibenwischer anstelle des Blinkers betätige, "LINKS!!" rufen, damit ich auf der richtigen Seite fahre ;-) .
Die erste Nacht im Auto haben wir auf der Banks-Halbinsel in Akaroa östlich von Christchurch verbracht. Dort waren wir gestern auch wandern. Auf der Beschreibung stand,man würde 4-7 Stunden brauchen, für die Wanderung hoch zum Berggipfel und wieder zurück. Ich dachte wir würden es dann wohl in 5 Stunden schaffen, aber wir haben wohl mindestens 7 Stunden gebraucht... Heute habe ich tierisch Muskelkater, aber  für den Ausblick hat sich die Anstrengung gelohnt :)


Wir müssen noch bis mindestens morgen in der Nähe von Christchurch bleiben, weil wir noch auf unsere Bankkarten warten müssen. Danach geht es mit "Mellow-Speed" weiter Richtung Süden.


3 Kommentare:

  1. So, dann geht das Abenteuer also nun endlich los! Die ersten Eindrücke klingen ja schon recht vielversprechend! Viel Spaß unterwegs und mit Mellow! Flukke

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  2. COOOOOOLLL!!!!

    Super Fotos!

    Viele Grüße!!!!

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  3. Liebe Grüße von Oma und Opa mit neuem Tablet .

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