Es wird Herbst in Neuseeland. Langsam
färben die Blätter sich gelb und rot und es wird etwas kühler. Mit der Hoffnung auf gutes Wetter sind wir in die Berge gefahren, nach Aoraki zum Mount Cook um genau zu sein. Hier kann man neben dem Panorama mit schneebedeckten Bergspitzen auch Gletscher besichtigen. Als wir angekommen sind, wollten wir zuerst den Tasman-Gletscher besichtigen, den größten in der Umgebung. Der Weg vom Parkplatz zum Aussichtspunkt dauerte zum Glück nur 20 Minuten, es hat nämlich geregnet... Oben angekommen standen wir vor einem großen, grauen See in dem Eisberge schwammen und einem Schild. Darauf stand „Wo ist der Gletscher?“. Genau das haben wir uns auch gefragt. In der Erklärung darunter stand, dass der Gletscher sich in den vergangenen Jahren soweit zurück gebildet hat, dass man ihn von hier aus jetzt nur noch aus der Ferne sehen kann. Weit weg in den tief hängenden Wolken kann man das Ende des Gletschers auch erahnen.
 |
| Gletscher-See vor dem Tasman Glacier |
Weil wir dann ziemlich nass und kalt waren sind wir zum Campingplatz gefahren, wo es zum Glück eine Hütte gab, in der man kochen und sitzen konnte. Beheizt war die zwar nicht, aber mit genug warmem Tee und netter Gesellschaft von anderen Campern und Wanderern haben wir den Abend gut rumgekriegt. Ich habe die Leute, die im Zelt übernachtet haben, nicht beneidet... Bei uns im Auto war es zum Glück trocken und Dank den von Oma gestrickten Socken auch nicht kalt :).
Am nächsten Morgen hingen die Wolken immer noch dicht über uns, aber es hatte aufgehört zu regnen, sodass wir, bewaffnet mit einer Thermoskanne voll heißem Tee die Wanderwege in der Nähe erkunden konnten. Dabei haben wir den Müller Glacier gesehen, der ziemlich schmutzig und grau war.
 |
| Mueller Glacier |
 |
| Zwischenstopp beim Wandern |
Nach zwei Tagen ging unsere Reise am Lake Pukaki vorbei zum Lake Tekapo. Hier kommt das Schmelzwasser der Gletscher an und weil sich alle Partikel angesetzt haben, die das Wasser vorher so grau gefärbt haben, sieht man strahlend blaue Seen, bei besserem Wetter :)
 |
| Lake Pukaki |
 |
| Lake Gregory |
 |
| Church of the Good Shepherd am Lake Tekapo |
 |
| Ausblick vom Mt. John Observatory |
 |
| Lake Tekapo |
 |
| Es wird Herbst am Lake Tekapo |
Nachts ist es hier sehr dunkel, weil keine Städte in der Nähe sind, die Licht abstrahlen. Deshalb kann man hier sehr gut den Nachthimmel beobachten und viel mehr Sterne sehen, als z.B. in Deutschland. Das Mount John Observatory bietet abends geführte Touren mit Erklärungen und Blick durchs Teleskop an. So eine Tour haben wir gebucht, aber leider war es abends zu bewölkt, sodass die Tour leider ausgefallen ist. Weil die Vorhersage für den Folgetag auch nicht besser war, sind wir weitergefahren.
 |
| bei Cromwell |
Auf dem Weg Richtung Dunedin haben wir uns einen Campingplatz in St. Bathans ausgesucht. Über den Ort stand nichts im Reiseführer, aber der Campingplatz war kostenlos und vom DOC (Department of Conservation) betreut, also sind wir hingefahren. Das DOC verwaltet alle Naturschutzgebiete und Nationalparks und baut Wanderwege und Campingplätze und hält diese in stand. Man sieht nie Leute von denen, aber alle Wege und Campingplätze vom DOC, die wir bis jetzt gesehen haben, sind in bemerkenswertem Zustand und sauber. Da wandert man zwei Stunden und findet mitten im Wald, mit keinem Auto zu erreichen eine Toilette vor, die sauber und ordentlich ist und Toilettenpapier und Seife hat. Die Campingplätze vom DOC sind meist günstig oder sogar kostenlos, ziemlich weit entfernt von jeglicher Zivilisation, aber in sehr schöner Umgebung. Und so sind wir in St. Bathans gelandet, einer alten Goldgräberstadt an einem kleinen See. Wobei „Stadt“ wohl nicht der passende Ausdruck ist für etwa fünf bis sieben kleine Wohnhäuser, ein kleines Hotel und ein Postamt, dass nicht nur die Güter des täglichen Gebrauchs verkauft, sondern auch eine einzelne Zapfsäule vor der Tür hat. Zu erreichen ist dieser Ort nur über Schotterwege, aber es hat sich gelohnt :)
 |
Wir haben doch noch Sterne
gesehen, aber in St. Bathans
über dem Campingplatz :) |
 |
| Wandern bei St. Bathans |
 |
| Blue Lake bei St. Bathans |
Danach ging es weiter nach Dunedin, einer der großen Städte Neuseelands. Neben Christchurch und Cromwell der dritte Ort, in dem wir Handyempfang haben. (Wir hätten wohl besser doch nicht den günstigsten Handyanbieter wählen sollen....) Dunedin wird auch „Edinburgh des Südens“ genannt, weil die Stadt von schottischen Siedlern gegründet wurde.
Dunedin liegt zum Teil auf einer Halbinsel, wo es viele Tiere zu sehen gibt. Die „Yellow-Eyed“-Penguins haben wir ja in Oamaru schon gesehen, aber da begegnete uns zufällig einer am Strand. Auch Seerobben gibt es hier viele. Die liegen am Strand herum und schlafen und man muss fast aufpassen, dass man nicht drüber fällt. Dann gibt es noch das Royal-Albatross-Center. Ein Royal-Albatross gehört mit einer Flügelspannweite von 3,0m zu den größten Seevögeln der Welt und hier auf der Halbinsel von Otago gibt es eine Kolonie zu besichtigen. Aus dem Ausguck konnten wir fünf weiße Jungtiere sehen, die von ihren Eltern noch versorgt werden. Auch zwei ausgewachsene Albatrosse konnten wir im Flug sehen. Fotos sind dabei leider keine vernünftigen entstanden, weil die Tiere recht weit weg waren. Viel näher ran durfte man an die „Little Blue Penguins“, die nach Sonnenuntergang in kleinen Grüppchen zum Strand zurückkehren und direkt an der Besucherplattform vorbeilaufen und zum Teil sogar unter der Plattform nisten.
 |
| Yellow-Eyed Penguin |
 |
| Suchbild: Gut getarnte Robben |
 |
| Meeting the locals :) |
 |
| Little Blue Penguins |
 |
| Sonnenaufgang |
 |
| Dunedin |
Auf dem Weg weiter Richtung Süden gibt es viele schöne Strände und Buchten, wie z.B. den „Tunnel Beach“ den man nur durch einen engen Tunnel erreichen kann.
 |
| Höhle zum "Tunnel Beach" |
Das nächste Ziel ist
Invercargill ganz im Süden. Ich wünsche schonmal schöne Ostertage
:)
Oh, so schöne Impressionen! Das es so kühl ist, sieht man gar nicht auf den Bildern (außer an euren Klamotten und an den Eisbergen). Viel Spaß und sicheres Reisen, Flukke
AntwortenLöschenDas sind wieder ganz tolle Bilder, ihr seht rundum zufrieden aus.Ich wünsche Euch weiterhin eine schöne Zeit.
AntwortenLöschenGruß aus der Heimat
Gilla
Schon etwas spät, aber noch nicht ganz vorbei, deswegen: Frohe Ostern!
AntwortenLöschenIch freu mich immer wieder über die Fotos und Berichte :) Weiterhin viel Spaß <3
Liebe Grüße
Lena (N aus (heute noch) BOR :D)
Da steigt einem wiedermal die grüne Farbe ins Gesicht :) Lasst es euch gut gehen!!
AntwortenLöschenPS: Toilletten mitten im Wald??? Geil, das wär was für mich :D