Mittwoch, 14. Mai 2014

Die Westküste im Regen - Abel Tasman National Park - Marlborough Sounds

In Wanaka haben wir bei noch schönem Wetter auf dem Campingplatz gefrühstückt und sind dann Richtung Westküste gefahren. Kurz vor dem Erreichen der Küste fing es an zu regnen und hat die nächsten drei Tage auch nicht mehr aufgehört, sodass wir das Auto nur für die mit kurzen Fußwegen verbundenen Highlights der Westküste verlassen haben. Das waren die Gletscher „Fox“ und „Franz Josef“ und die „Pancake Rocks“. Am Fox Glacier haben wir vergessen das Licht vom Auto auszuschalten und als wir zurück kamen, brauchten wir das erste Mal Starthilfe, natürlich im strömenden Regen und ohne eigene Kabel.... Aber wir haben hilfsbereite andere Touristen mit Kabeln gefunden und seit dem funktioniert Mellow Yellow wieder einwandfrei :).

Fox Glacier aus der Ferne

Fox Glacier

Wie aufgeschichtete Pfannkuchen,
daher der Name "Pancake Rocks"

Mit dem Verlassen der Westküste in Westport wurde das Wetter wieder besser. Da haben wir die längste Hängebrücke Neuseelands überquert (sogar ich, obwohl der „Boden“ durchsichtig war ;) ).


Längste Hängebrücke Neuseelands




Aussicht von Unterwegs


Auf Empfehlung eines Wanderers, der nur lesend neben seinem Auto sitzen konnte weil er sich beim Angeln zwei Rippen gebrochen hatte (und ich dachte immer Angeln sei langweilig ungefährlich...) sind wir am Lake Cobb wandern gewesen, ein Stausee hoch oben in den Bergen. Hier haben wir den wohl einsamsten Campingplatz überhaupt gefunden.


Einsamer Campingplatz am Cobb River

Lake Cobb

Wandern in den Bergen

Mittagessen kochen, irgendwo in der Wildnis :) 

Danach ging es zum Abel Tasman National Park. Der kleinste von Neuseelands Nationalparks, aber trotzdem wunderschön: Sandstrand, blaues Meer und weil ja Herbst ist auch kaum andere Touristen :). Auf dem großen Campingplatz, direkt am „Abel Tasman Coast Track“, ein weiterer der neun „Great Walks“, waren außer uns noch ein oder zwei andere Camper.


Unsere Fußspuren am Strand

Im Abel Tasman National Park

Wir haben eine Tageswanderung auf dem Track gemacht. Da man eine Stelle nur bei Ebbe überqueren kann, mussten wir uns etwas nach der Tide richten und konnten deshalb nicht ganz so weit laufen, wie wir erst vorhatten.


Bei Flut ist hier überall Wasser

Auch bei Ebbe müssen noch Wasserstellen durchquert
werden, die tiefer waren als erwartet... 



Diese Bucht ist nur bei Ebbe zu überqueren

Austernfischer - Die gibt es auch an der Nordsee 

und Möwen auch

Spät nachmittags sind wir zu unserem Auto auf dem Campingplatz zurückgekehrt und weil es sobald die Sonne weg ist schnell kalt wird, haben wir Feuerholz gesammelt und ein kleines Lagerfeuer gemacht.




Beim Frühstück am nächsten Morgen wurden wir von frechen, hungrigen Wekas belagert. Das sind braune Laufvögel, die leider keine Angst vor Touristen haben. Die springen auf den Tisch und klauen Sachen obwohl man direkt daneben steht. Einer hat versucht, unsere Brottüte mitzunehmen...


Auf frischer Tat ertappt: Weka mit unserer Brottüte

Heiko meinte, es wäre warm genug zum schwimmen und ist nach dem Frühstück im Meer schwimmen gegangen. Es waren höchstens 14 °C draußen und ich bin lieber an Land geblieben.


Es ist nicht ganz so warm, wie es hier scheint...

Als letzten Punkt auf der Südinsel sind wir zu den Marlborough Sounds gefahren, tief ins Land greifende Fjorde, mit vielen kleineren und größeren, dicht bewaldeten Inseln. Hier gibt es Dörfer, die nur mit dem Boot zu erreichen sind.

Queen Charlotte Sound

Jetzt sind wir in Picton von wo aus wir gleich mit der Autofähre auf die Nordinsel nach Wellington übersetzen werden.

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