Mit der Autofähre haben wir von Picton
nach Wellington übergesetzt. Da es geregnet hat und windig war,
haben wir die meiste Zeit der Überfahrt unter Deck verbracht. In den
nächsten zwei Tagen haben wir Wellington, Neuseelands Hauptstadt,
erkundet. Wegen Dauerregen haben wir einige Museen besucht und eine
Führung durch das Parlamentsgebäude mitgemacht. Wir konnten sogar
in dem großen Saal von der Besuchertribüne den Abgeordneten
zusehen und -hören, wie sie über den neuseeländischen Haushalt
debattieren. An einer Seite des großen Raumes sitzt auf einem
großen, thronähnlichen, mit Schafsfell bezogenen Stuhl ein Mann,
den die Abgeordneten mit „Mr. Speaker“ ansprechen, und der für
Ordnung sorgt, wenn sich zu viele Leute durcheinander anschreien. In
der Zeit in der wir dabei waren, hatte er nicht so viel zu tun. Da
hat meistens nur einer eine vorbereitete Rede gehalten und die
anderen waren mit ihren Handys und Laptops beschäftigt. Kameras
waren hier nicht erlaubt.
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| Überfahrt nach Wellington |
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| Parlamentsgebäude "Beehive" |
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Hauptbahnhof Wellington
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Von Wellington aus sind wir Richtung
Tongariro Nationalpark gefahren. Das ist ein Vulkanplateau im Zentrum
der Nordinsel.
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| Lake Taupo |
Hier war es tagsüber so warm, dass Jeans und T-Shirt
ausreichend waren. Am nächsten Morgen war die Schiebetür an unserem
Auto zugefroren und wir mussten über die vorderen Sitze aus dem Auto
klettern. Hier haben wir mal wieder eine längere Wanderung
unternommen und haben den „Northern Circuit Walk“ gemacht. An
drei Tagen haben wir bei perfektem Wetter den Mount Ngauruhoe
umkreist mit
dem Aufstieg zum Mount Tongariro am ersten Tag. Eine sehr beliebte
Tageswanderung ist das „Tongariro Crossing“ das zum Großteil
auch Teil unseres ersten Tages war und auf dem man die Highlights der
Umgebung zu sehen bekommt: Den Red Crater, die Emerald Lakes und den
Blue Lake.
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| Red Crater |
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| Blue Lake |
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| links oben: Blue Lake, rechts unten: Emerald Lakes |
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| Emerald Lakes |
An der höchsten
Stelle des Tracks ist man in einer geothermal aktiven Zone. An
manchen Stellen liegt Schnee, an anderen ist der Boden so heiß, dass
man sich fast verbrennt. An vielen Stellen dampft es und man hört es
brodeln und kochen. Außerdem riecht es nach Schwefel.
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| Einer der Emerald Lakes aus der Nähe |
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| Unser Weg wird durch Stäbe markiert |
Am
zweiten und dritten Tag läuft man hauptsächlich durch Stein- und
Lavawüste mit ab und zu kleinen Waldstücken. Fast immer kann man
den runden und oben Schneebedeckten Vulkan Mount Ngauruhoe
sehen, der aus den Herr der Ringe Filmen als „Mount Doom“ bekannt
ist.
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| Mount Ngauruhoe |
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Eine der schönsten Hütten, auf der wir bis jetzt
übernachtet haben |
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| Lower Tama Lake |
Anschließend
ging es weiter nach Waitomo, wo wir drei große Höhlen besichtigt
haben: die Aranui Cave,
die Ruakari
Cave und die Glowworm Cave. Alles drei sind große Tropfsteinhöhlen
und auf den meisten Fotos sieht man vor lauter Stalagmiten
und Stalagtiten
nicht wo oben und unten ist. In der Glowworm Cave kann man bei einer
kurzen Bootstour auf dem Fluss, der durch die Höhle fließt,
Glowworms leuchten sehen. Das sind keine Glühwürmchen, wie es sie
in Deutschland gibt, sondern Fliegenlarven, die klebrige Fäden an
der Decke aufhängen und durch das Leuchten Insekten anlocken, die in
den Fäden kleben bleiben und als Nahrung dienen. In der dunklen
Höhle sieht es aus wie ein Sternenhimmel aus Tausenden dieser
leuchtenden Würmchen.
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| Wasserfall auf dem Weg |
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| Klebrige Fäden der "Glowworms" |
Am Morgen zwischen den Höhlenbesichtigungen sind wir am Ocean Beach
gewesen. Hier kann man zwei Stunden vor und nach der Ebbe am Strand
heiße Stellen finden und wenn man dort gräbt, füllt sich das Loch
mit heißem Wasser. Nach kurzer Suche und einigen kleinen Testlöchern
hatten wir die richtige Stelle gefunden und haben im dunklen Sand
unseren eigenen Hotpool gegraben.
Bei etwa 12° Außentemperatur haben wir in unserem wahrscheinlich
knapp 40° heißen Pool gesessen und gefrühstückt :)
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| Frühstück im Hotpool |
Anschließend ging es weiter nach Rotorua, eine sehr aktive Geothermalzone. Hier sieht man die von der vulkanischen Aktivität geprägte Landschaft und Geysire. Teilweise sieht es eher aus, als wäre eine Chemiefabrik verunglückt und nicht nach natürlichen Farben.
Der Lady Knox Geysir bricht täglich pünktlich um 10:15 Uhr aus. Das liegt daran, dass er vorher mit Seife (oder mittlerweile mit einem synthetisch hergestellten Ersatzprodukt, das umweltverträglich ist) gefüttert wird, damit wir Touristen was zum gucken haben. Wir haben uns dem Spektakel mal angeschlossen.
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| Lady Knox Geysir |
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| Kochender Schlamm im Mudpool |
Und jetzt geht es wohl langsam auf Jobsuche, um die Reisekasse wieder aufzufüllen...
Ich werd verrückt! Ihr macht sooo tolle Sachen! Poolbau am Strand zwecks Frühstück, dass nenn ich mal prima :-) Danke fürs teilen dieser tollen Reiseerfahrungen und weiterhin viel Spaß! Flukke
AntwortenLöschenAchja, habt ihr einen Ring in DEN Berg geworfen? ;-)
AntwortenLöschenSchön, dass ihr immer so fleißig lest, was ich so schreibe :)
AntwortenLöschenDer Aufstieg zum Berggipfel war nur für erfahrene Bergwanderer mit Steigeisen und Eispickel empfohlen, deshalb konnten wir leider keinen Ring in DEN Berg werfen... ;)
..... der gehört ja auch ins Feuer....
AntwortenLöschentotaaaaaaaaaaaal genial! Ich packe dann jetzt mal meine Koffer und komm nach ja??