Montag, 26. Mai 2014

Wellington - Tongariro National Park - Waitomo - Rotorua

Mit der Autofähre haben wir von Picton nach Wellington übergesetzt. Da es geregnet hat und windig war, haben wir die meiste Zeit der Überfahrt unter Deck verbracht. In den nächsten zwei Tagen haben wir Wellington, Neuseelands Hauptstadt, erkundet. Wegen Dauerregen haben wir einige Museen besucht und eine Führung durch das Parlamentsgebäude mitgemacht. Wir konnten sogar in dem großen Saal von der Besuchertribüne den Abgeordneten zusehen und -hören, wie sie über den neuseeländischen Haushalt debattieren. An einer Seite des großen Raumes sitzt auf einem großen, thronähnlichen, mit Schafsfell bezogenen Stuhl ein Mann, den die Abgeordneten mit „Mr. Speaker“ ansprechen, und der für Ordnung sorgt, wenn sich zu viele Leute durcheinander anschreien. In der Zeit in der wir dabei waren, hatte er nicht so viel zu tun. Da hat meistens nur einer eine vorbereitete Rede gehalten und die anderen waren mit ihren Handys und Laptops beschäftigt. Kameras waren hier nicht erlaubt.

Überfahrt nach Wellington

Parlamentsgebäude "Beehive"
Hauptbahnhof Wellington

Von Wellington aus sind wir Richtung Tongariro Nationalpark gefahren. Das ist ein Vulkanplateau im Zentrum der Nordinsel.

Lake Taupo

Hier war es tagsüber so warm, dass Jeans und T-Shirt ausreichend waren. Am nächsten Morgen war die Schiebetür an unserem Auto zugefroren und wir mussten über die vorderen Sitze aus dem Auto klettern. Hier haben wir mal wieder eine längere Wanderung unternommen und haben den „Northern Circuit Walk“ gemacht. An drei Tagen haben wir bei perfektem Wetter den Mount Ngauruhoe umkreist mit dem Aufstieg zum Mount Tongariro am ersten Tag. Eine sehr beliebte Tageswanderung ist das „Tongariro Crossing“ das zum Großteil auch Teil unseres ersten Tages war und auf dem man die Highlights der Umgebung zu sehen bekommt: Den Red Crater, die Emerald Lakes und den Blue Lake.


Red Crater

Blue Lake

links oben: Blue Lake, rechts unten: Emerald Lakes

Emerald Lakes

An der höchsten Stelle des Tracks ist man in einer geothermal aktiven Zone. An manchen Stellen liegt Schnee, an anderen ist der Boden so heiß, dass man sich fast verbrennt. An vielen Stellen dampft es und man hört es brodeln und kochen. Außerdem riecht es nach Schwefel.




Einer der Emerald Lakes aus der Nähe



Unser Weg wird durch Stäbe markiert




Am zweiten und dritten Tag läuft man hauptsächlich durch Stein- und Lavawüste mit ab und zu kleinen Waldstücken. Fast immer kann man den runden und oben Schneebedeckten Vulkan Mount Ngauruhoe sehen, der aus den Herr der Ringe Filmen als „Mount Doom“ bekannt ist.

Mount Ngauruhoe



Eine der schönsten Hütten, auf der wir bis jetzt
übernachtet haben


Lower Tama Lake





Anschließend ging es weiter nach Waitomo, wo wir drei große Höhlen besichtigt haben: die Aranui Cave, die Ruakari Cave und die Glowworm Cave. Alles drei sind große Tropfsteinhöhlen und auf den meisten Fotos sieht man vor lauter Stalagmiten und Stalagtiten nicht wo oben und unten ist. In der Glowworm Cave kann man bei einer kurzen Bootstour auf dem Fluss, der durch die Höhle fließt, Glowworms leuchten sehen. Das sind keine Glühwürmchen, wie es sie in Deutschland gibt, sondern Fliegenlarven, die klebrige Fäden an der Decke aufhängen und durch das Leuchten Insekten anlocken, die in den Fäden kleben bleiben und als Nahrung dienen. In der dunklen Höhle sieht es aus wie ein Sternenhimmel aus Tausenden dieser leuchtenden Würmchen.

Wasserfall auf dem Weg

Klebrige Fäden der "Glowworms"







 Am Morgen zwischen den Höhlenbesichtigungen sind wir am Ocean Beach gewesen. Hier kann man zwei Stunden vor und nach der Ebbe am Strand heiße Stellen finden und wenn man dort gräbt, füllt sich das Loch mit heißem Wasser. Nach kurzer Suche und einigen kleinen Testlöchern hatten wir die richtige Stelle gefunden und haben im dunklen Sand unseren eigenen Hotpool gegraben.


 Bei etwa 12° Außentemperatur haben wir in unserem wahrscheinlich knapp 40° heißen Pool gesessen und gefrühstückt :)

Frühstück im Hotpool



Anschließend ging es weiter nach Rotorua, eine sehr aktive Geothermalzone. Hier sieht man die von der vulkanischen Aktivität geprägte Landschaft und Geysire. Teilweise sieht es eher aus, als wäre eine Chemiefabrik verunglückt und nicht nach natürlichen Farben. 






Der Lady Knox Geysir bricht täglich pünktlich um 10:15 Uhr aus. Das liegt daran, dass er vorher mit Seife (oder mittlerweile mit einem synthetisch hergestellten Ersatzprodukt, das umweltverträglich ist) gefüttert wird, damit wir Touristen was zum gucken haben. Wir haben uns dem Spektakel mal angeschlossen.


Lady Knox Geysir

Kochender Schlamm im Mudpool

 Und jetzt geht es wohl langsam auf Jobsuche, um die Reisekasse wieder aufzufüllen...








4 Kommentare:

  1. Ich werd verrückt! Ihr macht sooo tolle Sachen! Poolbau am Strand zwecks Frühstück, dass nenn ich mal prima :-) Danke fürs teilen dieser tollen Reiseerfahrungen und weiterhin viel Spaß! Flukke

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  2. Achja, habt ihr einen Ring in DEN Berg geworfen? ;-)

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  3. Schön, dass ihr immer so fleißig lest, was ich so schreibe :)
    Der Aufstieg zum Berggipfel war nur für erfahrene Bergwanderer mit Steigeisen und Eispickel empfohlen, deshalb konnten wir leider keinen Ring in DEN Berg werfen... ;)

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  4. ..... der gehört ja auch ins Feuer....

    totaaaaaaaaaaaal genial! Ich packe dann jetzt mal meine Koffer und komm nach ja??

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